Navigation
Malteser Bockhorst

Einladung zur Malteser-Grabtuchausstellung in Osnabrück

Auftakt zum Jubiläumsjahr in Stadt und Diözese

06.01.2017
Die Grabtuchkopie der Wanderausstellung
Die Grabtuchkopie der Wanderausstellung
Dr. Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück (Foto: Bistum Osnabrück)
Dr. Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück (Foto: Bistum Osnabrück)
Die Exponate
Die Exponate
Kuratorin Bettina von Trott präsentiert die Ausstellung demnächst auch in Skandinavien und Osteuropa
Kuratorin Bettina von Trott präsentiert die Ausstellung demnächst auch in Skandinavien und Osteuropa
Ausstellungsort: die Seitenschiffe der Stadtkirche St. Johann
Ausstellungsort: die Seitenschiffe der Stadtkirche St. Johann
Schulung ehrenamtlicher Ausstellungsführer am 12. Dezember
Schulung ehrenamtlicher Ausstellungsführer am 12. Dezember
Das Jubiläumslogo zeigt von links den Osnabrücker Dom, das Rad des Bistumswappens und das Tor zur ehemaligen Malteser-Kommende in Lage-Rieste
Das Jubiläumslogo zeigt von links den Osnabrücker Dom, das Rad des Bistumswappens und das Tor zur ehemaligen Malteser-Kommende in Lage-Rieste

Osnabrück. Zum 60-jährigen Bestehen des Diözesan- und Stadtverbandes Osnabrück in 2017 wird vom 14. Januar bis 12. Februar die Malteser-Ausstellung zum Turiner Grabtuch in der katholischen Kirche St. Johann Osnabrück präsentiert.

Mit seinem am 13. Dezember übermittelten Geleitwort wirbt auch unser Bischof Dr. Franz-Josef Bode für den Besuch.

„Wer ist der Mann auf dem Tuch?“, fragt seit 2013 die erste deutsche Wanderausstellung zum Turiner Grabtuch. Entwickelt wurde sie von den Maltesern und dem Erzbistum Köln mit Unterstützung des Hilfswerks „Kirche in Not“ und privater Förderer. Das Leinentuch, das in einer Kopie gezeigt wird, ist 4,40 m lang und 1,13 m breit. Man sieht das Abbild eines Mannes in Vorder- und Rückansicht.

Bis heute gibt es nur Theorien darüber, wie es entstanden ist. Unter dem Titel „Wer ist der Mann auf dem Tuch? – Eine Spurensuche“ stellt die Ausstellung sowohl wissenschaftliche Forschung wie theologische Sichtweisen vor. Kernstücke der kostenlosen Ausstellung, sind eine originalgetreue Nachbildung des Tuchs und eines Korpus', der aus einer 3D-Betrachtung der Spuren am Tuch gefertigt wurde, sowie weitere Ausstellungsstücke wie eine Dornenhaube und Nägel, die zur Zeit der Kreuzigung verwendet wurden.

"Wir möchten allen Interessierten in St. Johann, in Osnabrück, im Bistum und darüber hinaus Gelegenheit geben, einen Glaubensimpuls der etwas anderen Art zu setzen und buchstäblich mit Christus auf Tuchfühlung zu gehen", berichtet Diözesanleiterin Octavie van Lengerich aus Erfahrungen an anderen Ausstellungsorten.  

Besonders eingeladen sind Gemeinde- oder Verbandsgruppen, auch anderer Konfessionen, sowie Ministranten, Senioren- und Jugendgruppen, angehende Kommunionkinder und Firmlinge.

Zur offiziellen Eröffnung mit Ehrengästen und dem Historiker Michael Hesemann nach der Vorabendmesse am Freitag, den 13. Januar 2017, um 18:15 Uhr sind auch alle Gemeindemitglieder herzlich eingeladen. Ab dem 14. Januar ist die kostenlose Ausstellung dann vier Wochen lang außerhalb der Gottesdienstzeiten für Publikum geöffnet. Zu den täglichen Morgenmessen um 9 Uhr und Abendmessen um 18:15Uhr wird herzlich eingeladen. 

Ehrenamtliche Ausstellungsführerinnen und -führer stehen für Fragen zur Verfügung.

Ort: Kath. Kirche St. Johann, Johannisfreiheit 12, Osnabrück

Termin: 14. Januar bis 12. Februar 2017, täglich 10 bis 18 Uhr

Mehr im Internet:

www.malteser-turinergrabtuch.de 

www.malteser-osnabrueck.de

Informationsblatt

Einladung Neue Osnabrücker Zeitung

Vorbericht Neue Osnabrücker Zeitung

Gruppenführungen buchen:

Telefon: 0541/95745-0

E-Mail: dgs.osnabrueck(at)malteser(dot)org

 

 

 

Am 13. Dezember übermittelte unser Bischof Dr. Franz-Josef Bode sein Grußwort zur Ausstellung:

Zum Geleit

Es ist fast wie ein Wunder: Jedes Mal, wenn das Turiner Grabtuch öffentlich ausgestellt wird, machen sich Millionen Menschen auf den Weg, um das Abbild eines gegeißelten und gekreuzigten Mannes zu betrachten. Jeder spürt irgendwie – selbst Skeptische, Entfremdete oder auch Nicht-Katholiken –, dass sie hier durch die Kette der jahrhundertealten Verehrung an den rühren, zu dem dieses Tuch gehört: Jesus Christus.

Dieser Christus ist für uns Mensch geworden mit allen Konsequenzen, vom Babyspeck bis zur Totenstarre, eingewickelt in Windeln bis hin zu den Leinentüchern der Grablegung. Leinen allerdings, das am Ostermorgen nur noch daliegt, denn dieser Jesus ist aus allen Textilien herausgewachsen in neues Leben.

Papst Franziskus sagte bei einem Besuch in Turin: „Durch das heilige Grabtuch gelangt das eine endgültige Wort Gottes zu uns: die menschgewordene Liebe, die … alles Böse der Welt auf sich genommen hat, um uns von dessen Herrschaft zu befreien. Dieses entstellte Gesicht gleicht den vielen Gesichtern von Männern und Frauen, verletzt von einem Leben, das ihre Würde missachtet, von Kriegen und von Gewalt, welche die Schwächsten trifft … Und doch vermittelt das Gesicht des Grabtuchs großen Frieden; dieser gemarterte Leib drückt hoheitliche Würde aus. Es ist, als ob er eine verhaltene, aber starke Energie durchscheinen ließe, als ob er uns sagte: Hab Vertrauen, verlier nicht die Hoffnung; die Kraft der Liebe Gottes, die Kraft des Auferstandenen überwindet alles.“

Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens, zu dem ich herzlich gratuliere, zeigen die Malteser im Bistum Osnabrück diese Sonderausstellung zum Turiner Grabtuch unter dem Leitwort „Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“. Sie laden dazu ein, sich auf wissenschaftlichen wie auf geistlichen Wegen dem Geheimnis des Grabtuchs zu nähern und mit ihm auf Tuchfühlung zu gehen. Sie laden dazu ein, sich im Betrachten „vom Blick eines Mannes berühren zu lassen, der nicht unsere Augen sucht, sondern unser Herz“, so der Papst.

In diesem Sinn wünsche ich der Ausstellung ein reges Interesse und viele Besucher. Den Maltesern und der Kirchengemeinde Sankt Johann zu Osnabrück danke ich für all ihren Einsatz.

Mit frohen Grüßen

Dr. Franz-Josef Bode, Bischof des Bistums Osnabrück

Weitere Informationen

Malteser Jugend

Spenden ohne Geld!