Navigation
Malteser Bockhorst

Hausnotruf - damit Unfälle nicht tödlich enden

08.03.2017
Sturz in der Dusche?
Sturz in der Dusche?
So funktioniert der Hausnotruf
So funktioniert der Hausnotruf

Wo kommen mehr Menschen ums Leben, im Haushalt oder im Straßenverkehr? Die eigene Wohnung ist der gefährlichere Ort, insbesondere für Senioren. Wer sich mit einem Hausnotrufgerät absichert, kann auf schnelle und in vielen Fällen lebensrettende Hilfe hoffen. Darauf weißt der Malteser Hilfsdienst in einer bundesweiten Pressemitteilung hin.

10.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr bei Unfällen im Haushalt. Das belegt die jüngste Erhebung der Minijob-Zentrale auf der Grundlage von Daten der statistischen Landesämter. Das Risiko eines tödlichen Unfalls ist demnach im Haushalt fast dreimal so hoch wie im Straßenverkehr. Bei 8 von 10 tödlichen Unfällen im Haushalt sind Stürze die Ursache. Danach folgen Brände oder Vergiftungen.

Die Zahl tödlicher Haushaltsunfälle wächst zudem seit 2007 stetig. „Kein Wunder, die Deutschen werden immer älter“, sagt Rita Hagenhoff, Hausnotrufleiterin für den Landkreis Leer. „Vor allem Senioren sind gefährdet. Sie leben häufig allein und mit dem Alter nimmt ihre Gebrechlichkeit zu. Sie können sich bei Unfällen oft nicht mehr selbst helfen und rechtzeitig Hilfe rufen.“ Hinzu kommen Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, die unverzügliche Hilfeleistungen erforderlich machen.

Ein Hausnotrufgerät gibt Sicherheit. Mit dem Alarmknopf am Handgelenk oder an der Halskette ist stets ein Hilferuf möglich, auch wenn das Telefon nicht in Reichweite ist. Die Malteser-Hausnotrufzentrale ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt. Die Mitarbeiter nehmen sofort Sprechkontakt zum Teilnehmer auf. Meldet sich niemand, werden zuvor vereinbarte Kontaktpersonen alarmiert, im Notfall auch der Rettungsdienst.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten der Grundsicherheit auf Antrag durch die Pflegekassen übernommen. „Der Hausnotruf kann auch für einen begrenzten Zeitraum in Anspruch genommen werden, z.B. für die Urlaubszeit oder bei beruflicher Verhinderung der pflegenden Angehörigen“, empfiehlt Hagenhoff.

Weitere Informationen in der Dienststelle Sögel unter 05952/9120

Weitere Informationen

Malteser Jugend