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Malteser Bockhorst

Tomas Sanders in den Diözesanvorstand gewählt

Delegiertenversammlung in Osnabrück

18.08.2017
Die anwesenden Mitglieder des Diözesanvorstands mit Tomas Sanders (4.v.r.)
Heilige Messe in der Kolumbariumskirche
Diakon Harald Niermann predigte eindrucksvoll
Begrüßung durch Octavie van Lengerich
Bericht der Malteser Jugend
Graf Saurma grüßte vom Bundesverband aus Köln
Die Ehrungen (v.l.): Graf Saurma, Rebecca Keuters, Dr. Johann-Rotger van Lengerich, Diakon Harald Niermann und Octavie van Lengerich

Diözese Osnabrück. Die Delegiertenversammlung der Malteser im Bistum Osnabrück fand am 18. August in der katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie Osnabrück statt. Im Vordergrund stand die Förderung des Ehrenamtes. Das höchste Gremium des Diözesanverbandes tagt alle zwei Jahre. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Malteser in der Stadt und Diözese Osnabrück war Douglas Graf von Saurma-Jeltsch, Mitglied der Malteser-Bundesgeschäftsführung, als Ehrengast dabei.

Die Heilige Messe vorab wurde in der Kolumbariumskirche Heilige Familie gefeiert. Es zelebrierte Pater Libin Thomas Chitteth. Diözesanseelsorger Diakon Harald Niermann predigte zum Malteser-Messbuch, das über die kirchlichen Texte und besondere Malteser-Inhalte hinaus auch Gebete zu Berufungen enthält. Immer weniger Menschen fühlten sich berufen, z.B. als Priester, als Ehepartner und Eltern, aber auch als Ehrenamtlicher.

"Es ist wichtig, dass wir unser soziales Engagement im Malteser Hilfsdienst nicht als Opfer sehen, sondern als Gewinn, denn für unseren Dienst am Bedürftigen erhalten wir zumindest große Dankbarkeit zurück. Besonders unsere dauerhaften Dienste sollten wir stets auch zur Pflege der Gemeinschaft gestalten und unter unserem Leitsatz 'Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen' mit Blick auf Gott ausrichten. Dabei sollten wir auch demütig sein, getreu dem Verständnis "Es gibt einen Gott - ich bin es nicht!" Anschließend wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht.

Zur Versammlung im Gemeindehaus begrüßte Diözesanleiterin Octavie van Lengerich rund 90 Delegierte aus den 22 ehrenamtlichen Ortsgliederungen. In ihrem Tätigkeitsbericht für die Geschäftsjahre 2015/2016 blickte sie auf die Entwicklung in den vielfältigen sozialen Diensten und Projekten zurück. So wurden neue Entlastungsdienste für Menschen mit leichter demenzieller Erkrankung aufgebaut und die Besuchsdienst- und Hospizarbeit ausgebaut.

Der im Sommer 2016 eingeführte "Herzenswunsch-Krankenwagen" hat erste letzte Wünsche sterbender Menschen erfüllt und steht niedersachsenweit unter der Schirmherrschaft unseres ehemaligen Stadtbeauftragte aus Bad Iburg, Dr. Hans-Gert Pöttering. Als vormaliger Präsident des Europäischen Parlamentes und aktueller Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung verfügt er über hervorragende Kontakte, von denen wir uns eine entsprechende Außenwirkung für unseren ehrenamtlichen Dienst erhoffen.

Den "Mobilen Einkaufswagen", einen kostenlosen ehrenamtlichen Einkaufsfahrdienst für nicht mehr mobile Senioren gibt es mittlerweile in 10 Ortsgliederungen für 13 Orte mit 18 wöchentlichen Touren.

Von den prosperierenden Schulsanitätsdiensten stach das gemeinsame inklusive Projekt des Gymnasiums und der Paul-Moor-Förderschule in Bersenbrück hervor, das von den Maltesern Alfhausen betreut wird. Es gewann im November 2016 den Förderpreis "Helfende Hand" des Bundesinnenministeriums sowie weitere Malteser-Preise. Mehr...

Die Flüchtlingshilfe wird nach dem Aufbau und der mangels Auslastung bereits wieder vollzogenen Schließung der Malteser-Notunterkünfte in Diepholz und Osnabrück momentan nur noch durch eine Integrationsstelle mit zwei Mitarbeiterinnen in Wallenhorst und bedarfsgerechte ehrenamtliche Hilfen einzelner Ortsgliederungen fortgesetzt.

Die Auslandshilfe in Litauen und Weißrussland wurden fortgesetzt. Das Malteser-Krankenhaus und ein Kinderheim in Nigeria wurden dank großzügiger externer Stiftungsmittel unterstützt.

Als finanziell wichtigste Grundlagen wurden die Quantität und Qualität der Mitgliederwerbung sowie das flächendeckende Fundraising ausgeweitet.

Im Rahmen des bundesweiten "Strategieprozesses 2020" wurden nach der Auswertung der Befragungsergebnisse von Ehrenamtlichen und Führungskräften in diözesanen Workshops und lokalen "Entwicklungswerkstätten" erste Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamtes umgesetzt.

Dazu wurde außerdem ein hauptamtlich besetztes Ehrenamtsreferat in der Diözesangeschäftsstelle eingerichtet. Dabei stehen Ideen zur Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen, auch durch den Aufbau attraktiver neuer Dienste, sowie die bedarfsgerechte Unterstützung seitens der Fachreferate im Vordergrund.

Hinzu kommen eine verbesserte Einweisung und Fortbildung der Führungskräfte, ein Abbau der Bürokratie und die Ausweitung der persönlichen Kommunikation auf allen Verbandsebenen

Ehemals Aktive oder vorübergehend nicht mehr aktive Helferinnen und Helfer sollen durch die neue "Malteser Garde" angesprochen werden. Diese kann regelmäßige Treffen, Veranstaltungen und auch eigene Projektideen umsetzen.

Anschließend berichteten Diözesanjugendsprecherin Rebecca Keuters und Diözesanjugendreferentin Jessica Sieker bildreich über die vielfältigen Veranstaltungen, Projekte, Aus- und Fortbildungen auf Diözesan- und Ortsebene, darunter die turnusmäßigen Zeltlager und Nikolausaktionen, aber auch zwei erstmals für alle Kinder- und Jugendgruppen in Deutschland hier in Osnabrück organisierte Aktionsnächte.

Die Berichte des Diözesanfinanzkurators Dr. Johann-Rotger van Lengerich und der Rechnungsprüfer fielen ebenfalls positiv aus.

Douglas Graf von Saurma-Jeltsch berichtete anschließend über die aktuellen  personellen Veränderungen in der Bundesgeschäftsführung. Er selbst bleibt weiter regionaler Ansprechpartner für den Diözesanverband Osnabrück. Er dankte allen Ehren- und Hauptamtlichen für ihren vorbildlichen Einsatz in den vielfältigen Diensten und lobte besonders die geschilderten Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamtes. Abschließend warb er für eine rege Teilnahme am Katholikentag 2018 in Münster, auf dem das geistliche Zentrum der Malteser eigene Führungen anbieten wird.

Bei Nachwahlen wurden neu gewählt: Meta Hellweger (Alfhausen) und Tomas Sanders (Bockhorst/Rhauderfehn) als Vertreter in den Diözesanvorstand sowie Pia Alberts (Lingen) und Robert Pasker (Papenburg) als Delegierte für die Bundesversammlung. 

Diözesanseelsorger Diakon Harald Niermann, Diözesanfinanzkurator Dr. Johann-Rotger van Lengerich sowie Diözesanjugendsprecherin Rebecca Keuters wurden durch Graf Saurma mit der Verdienstplakette in Bronze des Malteserordens ausgezeichnet. Der stellvertretende Stadtbeauftragte aus Osnabrück Max Gehrmeyer wurde durch Diözesanleiterin Octavie van Lengerich zum Kreisbeauftragten für die Landkreise Osnabrück und Diepholz ernannt.

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