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Malteser Bockhorst

„Die Malteser machen einfach!“ - Johannesempfang zum Ortsjubiläum in Alfhausen

"Tag der offenen Tür" mit der Bundeswehr

25.06.2018
Die Malteser Alfhausen zeigen seit 60 Jahren ihre soziale Flagge
Heilige Messe mit Pfarrer Jan Wilhelm Witte und Diakon Harald Niermann (r.)
Empfang in der Fahrzeughalle
Johannes von der Haar begrüßte die Ehrengäste und Malteser
Die Vertreter der Paul-Moor-Schule mit Dennis Lindemann, stellv. Stadtbeauftragter und Koordinator der Schulsanitätsdienste (r.) und Johannes Graf Hartig (2.v.r)
Die Geehrten und Führungskräfte mit Johannes Graf Hartig (5.v.r.)
Auf die nächsten 60!

Alfhausen/Diözese Osnabrück. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Ortsgliederung Alfhausen wurde der jährliche Johannesempfang des Diözesanverbandes Osnabrück am 24. Juni rund um die Geschäftsstelle am Bremer Tor in Alfhausen ausgerichtet und mit einem bunten „Tag der offenen Tür“ abgeschlossen.

Der Festgottesdienst in der St. Johannis Kirche stand ganz im Zeichen Johannes des Täufers, des Schutzpatrons der katholischen Hilfsorganisation, deren Wurzeln auf die Gründung des Malteserordens in Jerusalem vor über 900 Jahren zurückreicht. In Deutschland wurde der heutige Malteser Hilfsdienst 1953 durch den Orden und die Caritas gegründet, 1958 dann auch mit einer Ortsgliederung in Alfhausen.

In seiner Predigt bedankte sich Pfarrer Jan Wilhelm Witte zunächst für den wichtigen Beitrag der heimischen Malteser zum sozialen Ortsleben. Heute stehe, anders als in den Gründungsjahren, oft das ICH und weniger ein gesellschaftliches Miteinander im Vordergrund. Die Malteser setzen dagegen die Botschaft des Johannes um. Sie leisten individuelle Hilfen für Bedürftige, zeigen Verantwortung und dadurch auch Haltung im Glauben. „In der Not sind die Malteser da und machen einfach – macht weiter so!“

Zum internen Empfang in der Fahrzeughalle begrüßte der Ortsbeauftragte und Namenstagskind Johannes von der Haar Malteser aus 22 ehrenamtlichen Ortsgliederungen und 13 hauptamtlichen Geschäftsstellen im Bistum Osnabrück, unter den Ehrengästen Bürgermeisterin Agnes Droste sowie Vertreter der Kirchengemeinde, Feuerwehr, Bundeswehr und anderer Vereine.

Er schilderte kurz die Entwicklung der vielfältigen sozialen Dienste, ausgehend von den staatlichen Aufgaben im Katastrophenschutz und in der Breitenausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe nach dem Krieg bis hin zu neueren Angeboten in der Altenhilfe, z.B. in der Hospizarbeit und Demenzbegleitung. Unter den aktuell über 200 Ehrenamtlichen und 66 Hauptamtlichen, die von knapp 1.000 Fördermitgliedern unterstützt werden, bedankte sich von der Haar besonders bei seinem Amtsvorgänger Theodor Große Starmann für dessen Aufbauarbeit in den 60er bis 80er Jahren.

Die anschließende Festrede wurde von Diakon Harald Niermann aus Osnabrück, dem Diözesanseelsorger und stellvertretenden Diözesanleiter, gehalten. Er gratulierte zum Jubiläum und dankte allen Maltesern, die die Geschichte der Ortsgliederung mit einfühlsamen und verantwortungsvollem Wirken geprägt haben. „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ lautet der Leitsatz der ersten Malteser in der Kreuzritterzeit. In einem Hospital in Jerusalem wurden kranke und sterbende Pilger versorgt.

„Heute setzen wir diese Arbeit mit immer neuen Angeboten und unter Berücksichtigung des demografischen Wandels fort.“ Dabei zählte er die Auslands- und Flüchtlingshilfe, das Café Malta im Altenheim, den Hospizdienst im Raum Alfhausen, Ankum und Fürstenau sowie den „Mobilen Einkaufswagen“ als Beispiele auf.


In der Ordenstradition stünden die Wallfahrtsbegleitungen nach Lage, Lourdes und Rom. „Wir handeln kreativ, professionell, schnell und gläubig und bleiben, so wie Johannes der Täufer, nicht stehen.“

In den Grußworten bedankte sich Bürgermeister Agnes Droste für die gute Zusammenarbeit: „Ihr gebt in euren Diensten eine vorbildliche Haltung weiter.“ Pfarrer Witte ergänzte: „Im Gegensatz zur aktuellen Politik leistet ihr eure Hilfe nicht populistisch, sondern selbstverständlich.“ Monika Hummert vom Pfarrgemeinderat lobte auch die Zuverlässigkeit auf den kirchlichen Veranstaltungen. „Das Malteser-Banner ist immer dabei.“ Oberstleutnant d.R. Uwe Schrader betonte den gemeinsamen zivil-militärischen Auftrag im Bevölkerungsschutz und in der Katastrophenhilfe und überreichte seitens des Bundeswehr-Kreisverbindungskommandos eine Jubiläumsplakette.

Bei den abschließenden Berufungen und Ehrungen durch Diakon Niermann wurde Luisa Kasfeld in die Helferschaft aufgenommen. Sabrina Sprute-Zurhorst und Else Gramann erhielten eine Ehrennadel in Bronze für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit. Johannes von der Haar und Peter Zurhorst wurden mit dem Jubiläumskennzeichen in Gold für ihr 50-jähriges Engagement ausgezeichnet.

Eine Dankplakette des Malteser Ritterordens wurde durch Ordensmitglied Johannes Graf Hartig an Schüler und Lehrer der Paul-Moor-Förderschule Bersenbrück überreicht. Der gemeinsame inklusive Schulsanitätsdienst mit dem Gymnasium Bersenbrück wurde von den Maltesern Alfhausen aufgebaut und erhielt 2017 unter anderem den Förderpreis „Helfende Hand“ des Bundesinnenministeriums in der Kategorie Nachwuchsförderung. Dieser Erfolg konnte nun bestätigt werden. Beim verbandsinternen Schulsanitätsdienstwettbewerb 2018 wurde das Projekt mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Dazu übergaben die Malteser den Schulvertretern eine Urkunde mit Wimpel und Materialgutschein.

Von 12:00 bis 18:00 Uhr schloss sich dann ein „Tag der offenen Tür“ für die Bevölkerung unter Beteiligung der Bundeswehrreservisten an. Auf dem Programm standen eine Fotoausstellung, eine Fahrzeug- und Technikschau, die Vorstellung der ehren- und hauptamtlichen Dienste sowie Informationen zu sozialen Mitwirkungsmöglichkeiten. Aktuell werden ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer für den „Mobilen Einkaufswagen“, den wöchentlichen Fahrdienst für nicht mehr mobile Senioren, gesucht.

Hintergrund:

Die Malteser Alfhausen wurde 1958 als Fachverband der Caritas gegründet. Heute sind die ehrenamtlichen Dienste im Malteser Hilfsdienst e.V. organisiert. Dazu gehören die Erste Hilfe Ausbildung, Sozialpflegerische Aus- und Fortbildungen, die Notfallvorsorge (Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, fünf Schulsanitätsdienste und First Responder), die Malteser Jugend, die Hospizarbeit mit Trauer-Café, das Café Malta im Antonius-Stift sowie der „Mobile Einkaufswagen“ in Alfhausen, Rieste und Gehrde. Die hauptamtlichen Dienste, der Hausnotruf, die Rollstuhlambulanz und der Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen, werden für den gesamten Nordkreis in der gemeinnützigen GmbH betrieben.

Nachbericht Bersenbrücker Kreisblatt

Nachbericht Auszeichnung Schulsanitätsdienst

Vorbericht Neue Osnabrücker Zeitung

Interview Neue Osnabrücker Zeitung mit Johannes von der Haar

Johannesempfang des Bundesverbandes

(Bericht: Ulrich Brakweh)

Weitere Informationen

Zeltlager 2018

Malteser Jugend

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